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ingenios Under the great lone star Try to work out where you are In the silence of the sea I don't know where I've been In the future, in the past Going nowhere much too fast When I go there follow me Aaah When I go there follow me Coz i don't know where I'm going but I wanna talk I feel like I'm going where I've been before and I wanna talk Take a picture of Something that you're not sure of Bring it back to show me But I don't know what I see In the future, find a home Getting nowhere on your own Got to find your missing piece Coz you don't know where you're going but you wanna talk You feel like you're going where you've been before And nothing's really making any sense at all You tell any one who'll listen that you feel ignored Lets talk Lets taaaalk Do you wanna talk? I'm looking upon the floor I'm trying to sing a song In a language I don't speak I try but I cant get through I'm trying to get to you But you're difficult to reach Oh brother I can't, I can't get through I've been trying hard to reach you, cause I don't know what to do Oh brother I can't believe it's true I'm so scared about the future and I wanna talk to you Oh I wanna talk to you You can take a picture of something you see In the future where will I be? You can climb a ladder up to the sun Or write a song nobody has sung Or do something that's never been done Are you lost or incomplete? Do you feel like a puzzle, you can't find your missing piece? Tell me how do you feel? Well I feel like they're talking in a language I don't speak And they're talking it to me So you take a picture of something you see In the future where will I be? You can climb a ladder up to the sun Or write a song nobody has sung Or do something that's never been done Do something that's never been done So you don't know were you're going, and you wanna talk And you feel like you're going where you've been before You tell anyone who'll listen but you feel ignored Nothing's really making any sense at all Let's talk, let's talk

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THE CRYING GAME



Großbritannien 1992
Regie: Neil Jordan (Interview mit einem Vampir, Breakfast on Pluto)
Cast: Stephen Rea (V for Vendetta, Interview mit einem Vampir)
Miranda Richardson (Das Phantom der Oper, Harry Potter und der Feuerkelch)
Jaye Davidson (Stargate)
Forest Whitaker (Panic Room, Nicht auflegen)

Fergus ist Agent der IRA. Er wird mit der Bewachung des britischen Soldaten Jody beauftragt, der als Geisel für Forderungen an die Regierung benutzt werden soll. Die beiden freunden sich schnell an, allerdings bekommt Fergus schließlich den Auftrag, Jody zu erschießen. Just in dem Moment, in dem er ihn hätte laufen lassen, wird Jody von einem Armeelastwagen überfahren. Fergus taucht in London unter und nimmt Kontakt mit Jodys Freundin, der wunderschönen Dil auf. Er findet Gefallen an ihr und richtet deshalb weder Jodys Nachricht aus, noch verliert er ein Wort darüber, dass er an dessen Tod beteiligt war.

Bei diesem Film gilt eine Regel, die man unbedingt einhalten sollte: Ansehen, staunen und dann nichts mehr sagen. Man hat zwar nach dem Film das Bedürfnis darüber zu sprechen, dass sollte man aber nur mit den Leuten tun die den Film ebenfalls kennen. Unwissende sollten nicht zu viel hinterfragen denn der Film bietet eine (meiner Meinung nach riiiesige) überraschende Wende.
Der Film ist einfach eine einzige Sensation, kein Wunder das der Film bei nur 4 Mio $ Kosten, 64 Mio $ im Ami-Land eingespielt hat. Der Film kombiniert problemlos eine ungewöhnliche Liebesgeschichte und spannende Thriller-elemente. Insgesamt dominiert eine düstere Atmosphäre, da Regisseur Neil Jordan (hier ist ihm eines seiner Glanzstücke gelungen) die Darsteller vornehmlich durch düstere Gassen oder sonstige Gegenden wandeln lässt. Stephen Rea ist mal wieder unheimlich gut (was anderes hätte ich auch nicht erwartet) und auch Miranda Richardson hat mich überrascht, denn sie konnte mich sonst nie sehr überzeugen.
Kleine Info am Rande: Neil Jordans Freund Stanley Kubrick (!) überzeugte ihn den Film The Crying Game zu nennen. Zunächst sollte er The Soldiers Wife heißen aber alle von Jordans Filmen die irgendwie religiös oder militärisch klangen sind gefloppt. Tja und dann … Geldsegen sag ich nur.

Schauspieler:

Stephen Rea als Fergus: There he is back again… mein Lieblingsschauspieler in seinem meiner Meinung nach bestem Film. Er spielt Fergus sehr facettenreich, mal zynisch mal selbstironisch mal ernst mal schockiert mal … ich könnte die Liste noch weiter fortsetzen aber ich denke das würde den Rahmen sprengen. Er erhielt völlig zurecht eine Oscarnominierung, ist aber LEIDER leer ausgegangen.

Miranda Richardson als Jude: Ich sah sie zum ersten Mal im Phantom der Oper und ich muss sagen, ich fand sie nicht gerade herrausragend aber in diesem Film muss ich ehrlich sagen fand ich sie doch sehr gut. Die falsche und brutal veranlagte Zicke die nicht mit ihren Reizen geizt spielt sie doch sehr gut.

Jaye Davidson als Dil: Eine einzige Attraktion. Punkt.

Forest Whitaker als Jody: Nicht gerade eine Augenweide, wird auch im Film irgendwie eklig rübergebracht, ist aber ein guter Schauspieler.

Filmzitate:

„Haben sie jemals versucht ihre Zähne mit gebrochenen Fingern wieder einzusammeln?“

„Hat Pat etwa eine Nutte?“ „Sie ist keine Nutte.“ „Oh natürlich nicht sie ist eine Dame!“ „Nein das ist sie wohl auch nicht.“

„Was soll ich machen?“ „Brich ihm das Genick. Nein doch nicht.“

„Wissen sie es?“ „Was wissen, Schätzchen?“ „Wissen sie was ich nicht wusste? Und nenn mich nicht so.“ „Ich kann mir nicht helfen, Mädchen haben auch ihre Gefühle.“ „Das Sache ist du bist kein Mädchen.“ „Details, Baby, Details.“ „Also wissen sie es?“ „Ja sie wissen es.“ „Ich hätte es wissen sollen nicht wahr?“ „Vielleicht.“ „Ich wünschte ich wüsste es nicht.“ „Du kannst dir immer noch was anders vorstellen.“ „Das ist wahr. Dein Soldat wusste es oder?“ „Absolut.“

Facts: Oscar für das beste Drehbuch. Nomierungen für Stephen Rea, Jaye Davidson, Neil Jordan und eine Nominierung als bester Film.

Fazit: The Crying Game ist ein absoluter Geheimtipp. Der Film schafft es vom gewohntem Tom-Hanks-Meg-Ryan-Liebesgesülze in meilenweite Entfernung zu treten, trotzdem höchstspannend zu sein und aaach einfach unbeschreiblich. ANGUCKEN!


MYSTIC RIVER



USA 2003
Regie: Clint Eastwood (Blood Work, Ein wahres Verbrechen)
Cast: Sean Penn (Ich bin Sam, Der schmale Grad)
Tim Robbins (Mission to Mars, Arlington Road)
Kevin Bacon (Hollow Man, 24 Stunden Angst)
Laurence Fishburne ( Matrix-Trilogie, Mission:Impossible 3)
Marcia Gay Harden (Space Cowboys)
Laura Linney (Das Leben des David Gayle, Kinsey, The Truman Show)


In der Jugend waren Jimmy, Dave und Sean die besten Freunde. Nach einem traumatischen Erlebnis – Dave wurde von der Straße weg entführt und brutal von zwei Männern vergewaltigt – ist nichts mehr wie es war. 25 Jahre später ist ihre Freundschaft längst vergessen, als sich ihre Wege im gleichen heruntergekommenen Vorort von Boston wieder kreuzen. Jimmys 19-jährige Tochter Katie wird nach einer durchzechten Barnacht brutal ermordet. Die Ermittlungen in diesem Fall leitet Sean, der es bei der Polizei zu etwas gebracht hat, mit seinem Partner Whitey. Während die Ermittler dem Täter langsam näher kommen, sinnt der schockierte Jimmy auf Rache und stellt mit seinen Kumpanen eigene Nachforschungen an, um den Polizisten zuvorzukommen. Dave, der in der Bar zu den letzten gehörte, die Katie lebend gesehen haben, gerät ins Visier der Polizisten. In der Mordnacht kam er mit Stichverletzungen nach Hause –aber er beschwört, dass er von einem Räuber überfallen wurde. Langsam verstrickt er sich in Widersprüche, selbst seine Frau Celeste bekommt langsam ihre Zweifel an Daves Unschuld...

Ich finde es immer wieder erstaunlich wie sehr sich Schauspieler in eine Rolle einfühlen können. Genauso wie in diesem Meisterwerk von Clint Eastwood, der es ja sehr mit Buchvorlagen zu haben scheint. Nicht das dieser Kommentar als negativ bewertet wird, denn er hat immer bis auf seinen Ausflug mit Space Cowboys, in dem er anscheinend zeigen wollte das alte Säcke immer noch was drauf haben, immer gute Arbeit abgeliefert.
Hier hat er dann aber mal anderen Platz gemacht und spielt nicht selber die Hauptrolle (man merkt ihm das Alter dann doch sehr an). Dafür hat er sich sehr um seine Darsteller gekümmert und man merkt mit wie viel Herzblut sie spielen, sogar Kevin Bacon der ja gerne mal im Film den machohaften frauenmordenden Perversen spielt kann überzeugen.
Der Film ist so ziemlich perfekt, gute Darsteller, interessante Geschichte und vor allem, der Spannungsbogen steigt und steigt bis des Rätsels Lösung preisgegeben wird, ich verrate nichts ich sag nur … mann o mann…

Schauspieler:

Sean Penn : Definitv einer meiner Lieblingsschauspieler. Es ist wie bei Johnny Depp – Diagnose: Außenseiter - und gerade das lässt ihn so gut dastehen. Man kann ihn schlecht einschätzen, man ist einfach immer wieder von ihm beeindruckt. Hier liefert er – neben 21 Gramm – sein Meisterstück ab ( verdienter Oscar dafür). Er spielt so unheimlich intensiv, dass man mitweint wenn er weint, lacht wenn er lacht. Die Szene in der er von Polizisten festgehalten wird, damit er seine tote Tochter nicht sieht und er schreiend, heulend fragt ob das seine Tochter ist, verursacht
Einfach nur Gänsehaut.

(Kleine Anekdote am Rande: Nicht nur die Zuschauer werden von seiner Performance mitgerissen sondern auch seine Kollegen! Emmy Rossum die seine getötete Tochter spielt hat eine Szene mit ihm, in der sie – als Leiche natürlich – auf dem Obduktionstisch liegt und er neben ihr steht und Rache schwört für das was ihr angetan wurde. Sie fand seine Stimme und die Art wie er es sagte so berührend und so traurig, dass sie anfing zu heulen. Eastwood sagte daraufhin: „Emmy es ist schön das du Sean’s Arbeit schätzt, aber du bist tot du kannst eigentlich nicht mehr weinen“ Wenn das nicht alles sagt?!)

Tim Robbins : Vorher kannte ich ihn eigentlich nur aus Mission to Mars, aber jetzt werde ich mir definitiv mehr seiner Filme ansehen. Er spielt den verstörten in der Kindheit missbrauchten Familienvater so überzeugend, dass auch seine Arbeit mit einem Oscar belohnt wurde.

Kevin Bacon : Na bitte es geht auch mal anders Mr. Bacon. Weg vom mordenden Vergewaltiger in Geisterform, hin zum ernstzunehmenden Charakterdarsteller. Nur eine Nebenrolle, aber gut ausgefüllt.

Laurence Fishburne : Für ihn gilt klar dasselbe. Weg vom „Welcome to the real world“- ich-hol-mal-eben-Neo-aus-der-fiktiven-Welt-damit-er-die-Welt-retten-kann-Kerl hin zum guten Schauspieler.

Marcia Gay Harden und Laura Linney : Beide kannte ich vorher nicht unbedingt aber jetzt bin ich doch sehr von ihnen überzeugt. Ihre Rollen sind eher klein angelegt, aber sie gehen beide darin auf.

Filmzitate:

„Vielleicht vergisst man eines Tages was es heißt ein Mensch zu sein, dann ist alles in Ordnung“

„Verdammt was soll ich ihm sagen? Gott hat gesagt du schuldest ihm noch was, er ist gekommen um es sich zu holen.“

„Wenn mein Dad dich in meinem Wagen sieht, bringt er dich um“ „Und wenn er sieht das ich dich küsse was macht er dann?“ „Hm, er erschießt dich, dann bringt er dich um“

Facts: Oscar für Sean Penn und Tim Robbins.

Fazit: So sieht starkes Charakterkino aus. Eastwood hat einfach unheimlich was auf dem Kasten, genauso wie seine perfekte Schauspielerriege!


AMERICAN BEAUTY



USA 1999
Regie: Sam Mendes
Cast: Kevin Spacey (Die üblichen Verdächtigen, Mitternacht im Garten von Gut und Böse)
Annette Bening (Being Julia, Mars Attacks, Open Range)
Thora Birch (The Hole)
Wes Bentley (Die vier Federn, The Game of their lives)
Mena Suvari (American Pie 1-2, Domino)

Eigentlich hat Lester Burnham alles, was er sich wünschen kann. Eine perfekte Familie, ein schönes Vorstadt-Eigenheim, inklusive Garten und 4.000-Dollar-Couch. Doch unter der Oberfläche sieht alles ganz anders aus: Seine Frau hat das Interesse an ihm verloren und widmet sich lieber ihrer beruflichen Karriere. Seine Tochter hält ihn für einen Komplettversager und in seinem Job steht Lester kurz vor dem Rauswurf. Sein Leben ändert sich, als er Angela, die Freundin seiner Tochter, kennenlernt und sich auf der Stelle in sie verliebt. Lesters Lebensgeist erwacht schlagartig. Er beginnt mit Hanteltraining, schmeißt seinen Job, erpresst nebenbei noch ein Jahresgehalt und deckt sich bei Nachbarssohn Ricky, der nebenbei als Drogendealer jobbt, mit Joints ein. Seine Frau Carolyn hat fortan wenig zu lachen und amüsiert sich deshalb mit dem schleimigen Immobilienkönig Buddy Kane.

Bösartig, bitter, berührend. So könnte man American Beauty zusammenfassen. Dieser Film ist eine perfekte Analyse des achso tollen und behüteten amerikanischen Vorzeigelebens. Er rechnet außerdem gnadenlos mit der Ehehölle, der Gewöhnlichkeitshölle und der Nachbarshölle ab. Natürlich ist nicht der ganze Film total verbissen es ist eine Satire. Wenn man z.B. Lester Burnham direkt zu beginn des Films unter der Dusche masturbieren sieht und er dazu sagt das wäre der Höhepunkt seines Tages, ist das schon ziemlich komisch. Aber nicht nur diese Rolle ist mit dem sehr zynischen Kevin Spacey perfekt besetzt, auch alle anderen Protagonisten spielen herrausragend und eindringlich.
Das beweist auch die Reaktion von Steven Spielberg der den Film produzierte. Er sagte als er den Film zum ersten Mal sah, wäre er in Tränen ausgebrochen, und wenn man diesen Mann zum Weinen bringt dann soll das schon was heißen.
Was mich hier zudem faszinierte war, dass man in gewisser Weise den american dream zerstört, dieser Film zeigt das der american way of live nicht immer perfekt ist, man steht sozusagen nach dem Film im Scherbenhaufen des amerikanischen Traums. Der Antiheld will eine Schülerin verführen, seine Tochter brennt mit dem Drogendealer von nebenan durch, seine Frau denkt an Selbstmord und der Nachbar ist ein Psychopath. Oh ja „worlds highest standard of living“ !

Schauspieler:

Kevin Spacey als Lester Burnham : Tja was soll ich sagen? Die Figur des Lester Burnham ist seine Paraderolle. Er mimt den zynischen vom Leben gelangweilten Bürotypen der zum kiffenden lebensfrohen Mädchenverführer wird einfach perfekt! Dafür gabs 1999 seinen zweiten Oscar.

Annette Bening als Carolyn Burnham : Ich will ehrlich sein, Annette Bening ist nicht gerade meine Lieblingschauspielerin. Sie macht ihre Sache definitiv gut aber ich kann sie nie sonderlich lange ertragen.

Thora Birch als Jane Burnham : Ziemlich cool würd mal sagen. Ihre Besetzung ist ebenfalls perfekt, denn sie hat genau die beabsichigte Wirkung auf die Zuschauer. Oberflächlich mag man denken, oh je was ist das denn für eine, andererseits denkt man wenn sie mit Ricky zusammen ist, boah ist die schön. Gute Performance.

Wes Bentley als Ricky Fitts : Er ist die Entdeckung in der Filmbranche. Er spielt den facettenreichen Charakter von Ricky Fitts wirklich beeindruckend und ich finde es schade, dass nach diesem Film kein vergleichbarer mehr von ihm kam.

Mena Suvari als Angela Hayes : Nach ihrem American Pie Ausflug ins Slapstick-Fach warich überrascht, dass ein solcher Film mit ihr zustande kam. Sie spielt zwar wieder eine aufgebalsene Tussi, aber sie passt da total rein, denn sie verkörpert äußerlich das all-american-dream-girl in das sich jeder (einschließlich Lester) verliebt.

Filmzitate:
„Beide, meine Frau und meine Tochter denken ich bin ein kompletter Versager, und sie haben recht. Ich habe etwas verloren. Ich weiß nicht genau was es ist aber ich weiß, dass ich mich nicht immer so gefühlt hab. So betäubt. Aber wissen sie was? Es ist niemals zu spät es wieder zurückzubekommen.“

Lesters Jobbeschreibung (einfach cool^^) :
„Mein Job besteht hauptsächlich darin die Abneigung gegen die ganzen Arschlöcher zu verbergen und mindestens einmal am Tag die Toilette aufzusuchen um ordentlich zu masturbieren, während ich von einer Welt fantasiere die nicht so sehr der Hölle gleicht.“

„Ich brauche einen Vater der ein Vorbild ist. Nicht so einen geilen Bock der jedes Mal in seine Shorts abspritzt wenn ich eine Schulfreundin mit nach Hause bringe.“

„Meinst du nicht das ist irgendwie faschistisch was bei mir auf der Arbeit passiert?“ „Möglich aber du willst doch nicht arbeitslos werden.“ „Oh ok verkaufen wir doch alle unsere Seelen und arbeiten für den Teufel weil es bequemer ist!“

„Janie heute hab ich meine Job gekündigt, dann habe ich meinem Boss gesagt er soll sich ins Knie ficken und hab ihn um fast 60.000 Dollar erpresst. Reich mir mal den Spargel.“

„Oh ich sehe du rauchst illegale Substanzen, dass ist natürlich ein tolles Vorbild für unsere Tochter!“ „Das musst du gerade sagen du blutleerer, geldgeiler Freak.“

Facts: War 1999 bei den Oscars der Abräumer mit 5 Auszeichungen: Bestes Drehbuch, Bester Hauptdarsteller, bester Film, beste Kamera, beste Regie.

Fazit: Ein Juwel des Mainstream-Kino, dass endlich mal harte Fakten auf den Tisch bringt und kein Softie-Kitsch-Hollywood-Happy-End hat




21 GRAMM


USA 2003
Regie: Alejandro Gonzalez Inarritu (Oscar-Nominierung für Amores Perros)
Cast: Sean Penn (Mystic River, Ich bin Sam, Dead Man Walking)
Naomi Watts (Mulholland Drive, The Ring, King Kong)
Benicio del Toro (Sin City, Traffic)

21 Gramm zeigt das Leben dreier Personen, deren Schicksale sich durch einen dramatischen Unfall verbinden. Der Ehemann und die Kinder der jungen Frau Christina werden von dem Ex-Strafgefangenen Jack bei einem Autounfall getötet. Für Christina und auch für Jack bricht eine Welt zusammen. Nach seiner Zeit im Gefängnis hatte er mit seiner Vergangenheit abgeschlossen und sich Gott zugewendet. Obwohl niemand ihn bei dem Unfall gesehen hat stellt er sich der Polizei. Währenddessen wartet der todkranke Paul auf ein Spenderherz und bekommt das Christinas getöteten Ehemann. Der will daraufhin mit allen Mitteln herausbekommen wer ihm das Leben gerettet hat und trifft so auf Christina. Ohne zu wissen das er das Spenderherz ihres Mannes trägt verliebt sich Christina in ihn. Zusammen beschließen sie den Mörder ihrer Familie zu finden und umzubringen.

Ich muss sagen ich habe noch nie einen so anspruchsvollen und aufwühlenden Film gesehen. Das Thema ist keine leichte Kost und passt sicher nicht zu einem gemütlichen Fernsehabend. Aber nicht nur das macht den Film so real und auch anstrengend.
Die ganze Story ist wie ein Puzzle aufgebaut, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft vermischen ineinander und so ist der Zuschauer gezwungen genau aufzupassen und sich selber alles zusammenzusetzen. Auch die trostlose Atmosphäre die durch die fehlende Farbintensität der Bilder entsteht stimmt einen unendlich traurig.
„Wieviel wiegt Schuld?“ „Wieviel wiegt Liebe“ „Wieviel wiegt Rache?“ Um diese drei Elemente geht es in dem Film. Die Antwort darauf wie viel diese Elemente nun wiegen ist nicht 21 Gramm, denn damit hat es etwas anderes auf sich. (siehe Filmzitate)

Schauspieler:
Sean Penn als Paul: Nach seiner Glanzleistung in Mystic River (wofür er verdienterweise den Oscar bekommen hat) kann er klar beweisen, dass er kein One-Hit-Wonder ist. Der Kerl kann einfach schauspielern und selbst wenn er eine von bulimie geplagte Tomate spielen müsste, er könnte das glaubwürdig rüberbringen.

Naomi Watts als Christina: Mensch Leute ich musste echt mitheulen als sie im Film die Nachricht vom Tod ihrer Familie erfährt. Sie spielt so intensiv das man wirklich mitfühlt. Deswegen finde ich es auch schade das, dass Publikum erst durch „The Ring“ auf sie aufmerksam wurde.

Benicio del Toro als Jack: Man ist der Kerl cool. Als solchen kennen wir ihn ja nur zu gut, als coolen, gelassenen Gangster. Aber er kann eben auch anders. Er kann total als fanatischer Gläubiger überzeugen, wenn er weint, weint man selber mit, wenn er ein Messer mit der Flamme einer Kerze erhitzt und sich damit in den Arm ritzt, denkt man Scheiße. Er lößt genau das beim Zuschauer aus, was auch beabsichtigt ist.

Filmzitate:

„Es heißt, wir alle verlieren 21 Gramm genau in dem Moment, in dem wir sterben, jeder von uns“

„Weißt du was ich gedacht habe als Mutter gestorben ist? Ich konnte nicht verstehen wie du wieder mit Menschen reden konntest, wie du wieder lachen konntest .Ich wusste nicht wie du wieder mit uns spielen konntest.
Nein, es ist eine Lüge das, dass Leben einfach weitergeht.“

„ Ich soll mich nicht aufregen? Mein Mann und meine kleinen Mädchen sind tot und ich soll mich verdammt noch mal nicht aufregen? Ich kann mit meinem Leben nicht weitermachen! Ich bin am Ende! Ich bin eine verdammte Verrückte! Siehst du das? Wer bist du? Du schuldest es Micheal! Du hast sein Herz! Du bist in seinem Haus, vögelst seine Frau
und sitzt in seinem Stuhl! Wir müssen Jack Jordan umbringen!“

Facts:
Naomi Watts und Benicio del Toro waren beide für den Oscar nominiert.

Fazit: Einer der depremierendsten Filme die es gibt. Schauspielkunst auf höchstem Niveau!



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